HSG Dreieich unterliegt kämpferischem Aufsteiger in Maintal

Die HSG Dreieich musste sich am Samstagabend bei der HSG Maintal mit 18:20 (7:9) geschlagen geben. Dabei erwischten die Dreieicherinnen einen gebrauchten Tag und schafften es über die gesamte Spielzeit nicht, die eigene Leistung konstant auf die Platte zu bringen.

Die Gastgeberinnen aus Maintal verdienten sich ihren Erfolg vor allem durch eine enorm kämpferische Leistung. Als Aufsteiger warf die HSG Maintal alles in die Waagschale, kämpfte um jeden Ball und machte im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein wirklich gutes Spiel. Dreieich wusste im Vorfeld, dass in Maintal keine einfache Aufgabe warten würde. Der Gegner bestätigte das mit viel Einsatz und Leidenschaft und musste sich die beiden Punkte bis zum Schluss hart erarbeiten.

Erschwerend kam für Dreieich an diesem Wochenende die angespannte Personalsituation hinzu. Während der Trainer in den beiden vorherigen Spielen jeweils auf einen vollen Kader mit 16 Spielerinnen zurückgreifen und entsprechend viel wechseln konnte, standen in Maintal lediglich elf Spielerinnen zur Verfügung. Dadurch waren die Wechsel- und Entlastungsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt. Gerade in einer intensiven und umkämpften Partie machte sich das im Laufe der Spielzeit bemerkbar. Als Entschuldigung für die Niederlage soll dies jedoch nicht dienen.

Denn auf Dreieicher Seite überwog vor allem die Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung. Zu viele technische Fehler und zu viele ausgelassene Torchancen verhinderten ein besseres Ergebnis. Auch in der Defensive agierte die HSG phasenweise zu fahrlässig und ließ Maintal zu häufig zu einfachen Möglichkeiten kommen. Gerade in einem engen Spiel, in dem am Ende Kleinigkeiten entscheiden, leistete sich Dreieich schlicht zu viele vermeidbare Fehler.

Hinzu kam eine aus Dreieicher Sicht nicht immer nachvollziehbare Linie der Spielleitung. Insbesondere bei Schrittfehlern, der Auslegung des Zeitspiels und der Bewertung des teilweise körperbetonten Spiels entstand mehrfach der Eindruck, dass vergleichbare Situationen unterschiedlich bewertet wurden. Auch bei einigen Zweikämpfen hätte man sich auf Dreieicher Seite eine konsequentere und vor allem einheitlichere Regelauslegung gewünscht.

Die Verantwortung für die Niederlage sucht Dreieich dennoch nicht beim Schiedsrichter. Trotz des kleinen Kaders und einiger unglücklicher Entscheidungen hatte die Mannschaft genügend Möglichkeiten, die Partie selbst für sich zu entscheiden. Wer auswärts lediglich 18 Treffer erzielt, zahlreiche Chancen liegen lässt, zu viele technische Fehler produziert und defensiv nicht konsequent genug arbeitet, muss die entscheidenden Gründe zunächst bei sich selbst suchen. Unter dem Strich war die Niederlage deshalb auch verdient.

Für Dreieich gilt es nun, die Partie aufzuarbeiten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Maintal hat als Aufsteiger gezeigt, was mit Kampf, Leidenschaft und konsequentem Einsatz möglich ist, und sich die Punkte hart erarbeitet. Die HSG Dreieich weiß dagegen, dass sie deutlich mehr kann, als sie an diesem Abend gezeigt hat und genau das gilt es im nächsten Spiel wieder auf die Platte zu bringen.

Für die HSG Dreieich waren dabei:
Maren Seetzen, Franziska Raschke (2/1), Rebekka von Gaisberg-Helfenberg (3), Lena Exner, Nena Gottschämmer (2), Chantal Kretschmann, Carina Baum (5), Eileen Bittner (1), Kimberly Weil (3/1), Dilan Akdogan (2), Dagmar Sauer.

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