Es ist Gewissheit: Nach der deutlichen Niederlage in der Main-Spessart-Halle Sulzbach ist der Abstieg der HSG Dreieich aus der Frauen Oberliga-Süd nun endgültig nicht mehr abzuwenden. Dabei sah es über weite Strecken der ersten Halbzeit so aus, als könnten wir den entscheidenden Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt landen.
Starke erste Hälfte mit dem Momentum auf unserer Seite
Die Partie begann vielversprechend. Unsere Mannschaft fand sofort Rhythmus und Leidenschaft. Laura Mitteregger eröffnete das Spiel bereits nach 29 Sekunden mit dem 0:1. In einer intensiv geführten Anfangsphase gelang es uns immer wieder, Nadelstiche zu setzen. Besonders Nicoletta-Alice Towoua, die am Ende mit insgesamt 6 Treffern unsere erfolgreichste Schützin war, setzte sich in der ersten Halbzeit glänzend durch.
Ab der 20. Minute schien das Momentum endgültig zu uns zu kippen. Durch Tore von Melanie Kühn, Jennifer Lenhardt, Eileen Bittner und Annika Fell setzten wir uns kontinuierlich ab. In der 28. Minute führten wir komfortabel mit fünf Toren (11:16). Mit einem verdienten 12:16-Vorsprung gingen wir in die Kabine – der Glaube an den Sieg war zu diesem Zeitpunkt absolut greifbar.
Die Katastrophe nach dem Seitenwechsel
Was sich jedoch in der zweiten Halbzeit abspielte, lässt sich nur als sportliche Katastrophe beschreiben. Zwar konnten wir den Vorsprung zunächst noch halten, doch nach dem Treffer von Eileen Bittner zum 25:24 in der 53. Minute brach unser Spiel vollkommen in sich zusammen.
Während bei der HSG Sulzbach/Leidersbach nun plötzlich alles funktionierte, gelang uns in der entscheidenden Schlussphase fast sieben Minuten lang kein einziger Treffer mehr. So lief bei uns gar nichts mehr zusammen, während der Gegner einen 8:0-Lauf hinlegte und das Ergebnis innerhalb kürzester Zeit von 25:24 auf den Endstand von 33:24 schraubte.
Mit dieser Niederlage ist der Abstieg nun bittere Realität. Wir müssen diesen Rückschlag nun sacken lassen, um in der kommenden Saison in der tieferen Klasse einen Neuanfang zu starten.