Die HSG Dreieich zeigte in der ersten Halbzeit eine gute Leistung, musste sich am Ende jedoch dem Gastgeber aus Riedstadt geschlagen geben. Ausschlaggebend für die 28:33-Niederlage waren die zahlreichen technischen Fehler und Ballverluste im zweiten Durchgang.
Dreieich besser – aber lässt zu viele Chancen liegen
Von Beginn an war Dreieich das aktivere Team: Die Abwehr stand stabil, das Umschaltspiel funktionierte und offensiv erspielte man sich Chance um Chance. Michelle Eichler sorgte früh für den Ausgleich, Melanie Kühn verwandelte sicher vom Siebenmeterpunkt und Dreieich hatte das Spiel im Griff.
Was allerdings fehlte, war die Belohnung: Mehrere freie Würfe und klare Gelegenheiten blieben ungenutzt. Statt sich mit drei oder vier Toren abzusetzen, hielt man Riedstadt im Spiel und der Gastgeber nutzte das eiskalt. So fiel kurz vor der Pause nicht etwa die verdiente Führung, sondern das 16:16-Unentschieden.
Nach der Pause, der Einbruch
Doch nach Wiederanpfiff änderte sich das Bild: Statt an die gute erste Hälfte anzuknüpfen, häuften sich technische Fehler, ungenaue Anspiele und überhastete Abschlüsse. Eine Zeitstrafe gegen Kimberly Weil (32:36) leitete die schwächste Phase der Gäste ein.
Riedstadt nutzte die Ballverluste konsequent. Innerhalb weniger Minuten drehte der Gastgeber das Spiel und setzte sich von 18:17 auf 22:19 ab, ohne dass Dreieich defensiv oder offensiv Zugriff bekam.
Zwar blieben die Dreieicherinnen über Einzelaktionen gefährlich doch die Zahl der technischen Fehler verhinderte ein echtes Comeback. Selbst nach der Auszeit in der 47. Minute fand das Team nicht mehr in den Rhythmus zurück.
Riedstadt zog davon, während Dreieich Tor um Tor liegen ließ. Die beiden späten Treffer von Eichler waren nur Ergebniskosmetik.
Fazit
Dreieich war in Halbzeit eins die bessere Mannschaft, verpasste aber durch liegen gelassene Großchancen die mögliche Führung zur Pause. In Halbzeit zwei kamen unnötige technische Fehler dazu, wodurch Riedstadt das Spiel drehen und am Ende verdient gewinnen konnte.
Es waren dabei: Seyffert, Towoua (1), Schally (2), Eichler (7), Kühn (4/3), Fell (3), Kretschmann, Mitteregger(6), Bittner, Wolff, Weil (5) und Akdogan